Businessclub Ruhr besucht die Modellbahnwelt Oberhausen

In einer für rd. 4 Mio. € errichteten Halle am CentrO steht die neue Attraktion "Modellbahnwelt Oberhausen (MWO)". Begeistert und humorvoll begrüßte unser Präsident der Industrie- und Handelskammer Essen/Mülheim/Oberhausen und zugleich Hauptinvestor, Herr Dirk Grünewald, die Mitglieder des BC nicht nur mit technischen Daten der Modellbahnanlage, sondern auch mit Informationen über die weiteren geplanten Investitionen im benachbarten Areal: 42 Mio Besucher zähle das Centro jährlich, 280.000 Besucher erwarte man in der MWO 2008, die Marke 500.000 wolle man 2009 sprengen. Flächen für Einzelhandel und Gastronomie seien im unmittelbaren Umfeld der nebeneinander liegenden Attraktionen SeaWorld und MWO noch zu vermieten.

Foto des Besuchs des Businessclub bei der MWO

Der Mitgeschäftsführer und Unternehmensberater, Herr G. Rinneberg, übernahm die anschließende Führung persönlich und versetzte die Mitglieder des Businessclubs in zweierlei Hinsicht in ihre Kindheit zurück: Jedermann (Mann) wird angesichts einer Eisenbahn zum Kind; und einige Kinder begleiteten uns zusätzlich. In der Modellbahn Oberhausen kommt jedoch noch hinzu, dass man sich in dem derzeit zu besichtigen ersten Bauabschnitt in die eigene Jugend zurückversetzt fühlt, sofern sie denn ungefähr in den Jahren 1965-1977 lag.

Denn dies ist der Unterschied zu anderen Bahnen wie bspw. in Hamburg. Dort werden aus fertigen Bausätzen verschiedenste Teile der Welt nach reiner Phantasie erbaut. Hier hingegen baut man authentische Gebäude des Ruhrgebiets 1965-1970 im Maßstab 1:87 nach. Ein Team der MWO besorgt sich alte Fotos oder Baupläne aus den verschiedensten Ämtern, fertigt mit Laserschnitttechnik Materialien und klebt alles in Handarbeit zusammen. Die Arbeitszeit an einem fahrenden PKW Baujahr 1967 beträgt 2 1/2 Tage, die Rekonstruktion der Herz Jesu Kirche aus Oberhausen mit Geläut und Original Fenstern nahm 2 Mitarbeiter 2 1/2 Monate in Anspruch. Die Ziegelstein- und Fugengröße der Zeche Zollern wurde vor Ort genau vermessen, ein PC Programm geschrieben und Stein für Stein ausgedruckt.

Anschaulich wird der Weg vom Erz zum Stahl dargestellt: Erzanlandung im Duisburger Hafen, Kohleförderung in der Zeche Zollverein, Koksherstellung und Transport zur Hochofen Oberhausen AG bis hin zur Weiterverarbeitung in den Walzwerken. Neben den markanten Bahnhöfen Oberhausen und Bochum Dahlhausen erfasst man die Größe des Duisburger Hafens und anderer heutiger Industriedenkmäler.

Das Ruhrgebiet im Jahre 2010 wird demnächst in gleicher Größe folgen. Ein Team von 38 Mitarbeitern arbeitet 350 Tage in 2 Schichten von 8.00-22.00 Uhr daran. Unsere Eisenbahnfreaks staunten über die diversen Zugmodelle, Dampfloks und erste elektrifizierte Bahnen der damaligen Zeit. 320 Züge im Maßstab H0 rollen normalerweise über 7800 Meter Gleise. Ein technischer "Bahnstreik" an unserem Besuchstag vereitelte es, tat aber der allgemeinen Begeisterung keinen Abbruch. Demnächst wird man interaktiv seinen eigenen Zug als Lokführer selbst mit eigener Fernbedienung fahren können. 43 Min. braucht ein Zug auf der längsten Strecke.
Es gäbe noch viel zu berichten. Gehen Sie doch und schauen selbst!

In kleinem Kreis konnten wir anschließend im Restaurant Hackbarths Anekdötchen aus der eigenen Lokomotivführerzeit austauschen.

Wir danken Herrn IHK Präsidenten Dirk Grünewald für die Einladung, Herrn Rinneberg für die kurzweilige Führung, Herrn Hackbarth für das glänzende Menü... und wenn Sie jetzt noch ein wenig schmunzeln wollen, dann lesen Sie weiter unter: http://www.stupidedia.org/stupi/Deutsche_Bahn, eine Empfehlung von Lieselotte Isphording, Fa. Festland.