Besichtigung der Feuerwehr Zentrale Essen

Am 15.9.09 organisierte unsere Agentur die Besichtigung der modernsten Feuerwehrzentrale Deutschlands. Der Businessclub wurde von dem stellvertretenden Amtsleiter, Herrn Lembeck, im Lage- und Logistikzentrum der Feuerwehr Essen, herzlich Willkommen geheißen. Er ist „Herr“ über 705 Beamte im feuertechnischen Dienst der Stadt Essen; zusätzlich bieten rd. 513 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr den Anwohnern der Stadt Schutz. Die Standorte der Berufsfeuerwehr sind über das gesamte Stadtgebiet verteilt, um schnellste Ankunftszeiten zu gewährleisten.

Einen imposanten Überblick über das Tagesgeschäft der 3 Schichten im Einsatzdienst boten im Anschluß Herr Kreuder sowie der Wachführer Berthold Diedrichs. Letzterem gilt unser besonderer Dank, denn niemand merkte seinem engagierten Vortrag an, dass er bereits 24 Stunden Dienst hinter sich hatte. Nein, wir erhielten sogar einen Einblick hinter den Kulissen, der manch anderer Besuchergruppe verwehrt bleibt.

Das Herzstück des neuen Zentrums stellt eine großräumige, höchst moderne Leitstelle zur Einsatzplanung dar. Hinzu kommen eine einzigartige Desinfektions- und Medizintechnik, ein Ausbildungszentrum und ein Zentrum für Katastrophenschutz.

Wir durften selbst erfahren, wie schwer die Ausrüstung eines Feuerwehrmannes im Einsatz mit ihren rd. 30 -34 Kilo trägt. Um dies bewältigen zu können, gehören tägliches Training und 2 Std. Sport zum Programm. Aber auch die psychologische Betreuung der Beamten ist bei Bedarf jederzeit gewährleistet.

Hier ein paar beeindruckende Zahlen:
Von den 122.000 Rettungseinsätzen im Jahr 2008 waren 90 % so zeitnah angesetzt, dass sie unspektakulär ausgingen; ein Ziel jeder Feuerwehr. 1375 Brandeinsätze, davon 11 Großbrände, 111500 Rettungseinsätze nebst Krankentransporten, 7660 Einsätze technischer Hilfe, aber auch 1442 Fehlalarme bedeuten einen Einsatz alle 4 Min und 31 Sekunden der Berufsfeuerwehr im Raum Essen. Dabei nimmt die Zahl der Fehlalarme durch die Handyortung stetig ab. Hinzu kommen bundesweite Einsätze in Katastrophenfällen.

Auch Einsätze wie der Krankentransport Schwergewichtiger (bis zu 300 Kilo) mit Hilfe besonderer Kranwagen und auf besonderen Liegen gehören zum Repertoire. Heute können 2 Kliniken im Umkreis diese Personen aufnehmen, was bis vor kurzer Zeit nicht möglich war. Sie mussten in der Pferdeklinik Gladbeck behandelt werden.

Zum Abschluß besichtigten wir ein Löschgruppenfahrzeug (Wert von rd. 300.000 €) und ein Drehleiterfahrzeug (rd. 800.000 €).

Aber was nutzen Zahlen, wenn der Mensch hinter ihnen kein Engagement zeigt. Wir spürten nicht nur bei den Vortragenden, sondern bei allen Mitarbeitern, die wir trafen, den unbegrenzten Willen zu helfen und den Stolz auf ihren Beruf! Wir danken für einen unvergesslichen Nachmittag, an dem sie sich so viel Zeit für uns nahmen.